Wandern mit Kindern – auf Mallorca ein besonders Vergnügen!

Wandern-mit-Kindern

Wan­dern mit Kin­dern – auf Mal­lorca ein beson­ders Ver­gnü­gen!

Wan­dern, Kin­der und Mal­lorca– auf den ers­ten Blick scheint dies schwer zu kom­bi­nie­ren. Aber mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung und Pla­nung kann dar­aus ein Erleb­nis für die ganze Fami­lie wer­den. Aller­dings sollte man dabei in der Pla­nung eini­ges berück­sich­ti­gen, damit auch die Klei­nen Spaß auf ihre Kos­ten kom­men. Damit Ihr Wan­der­ur­laub zu einem ech­ten High­light wird, haben wir hier eini­ges Wis­sens­wer­tes zusam­men­ge­tra­gen und stel­len drei unter­schied­li­che Wan­der­wege vor.

 

Wel­che Tipps muss man beach­ten, wenn man Kin­dern eine Wan­der­tour plant?

 

Wandern-mit-Kindern-auf-dem-Rücken

Für Wan­de­run­gen eig­net sich am bes­ten die Zeit zwi­schen Okto­ber und April, denn die Tem­pe­ra­tu­ren und das Wet­ter sind dann deut­lich erträg­li­cher, Die Natur zeigt sich von ihrer leben­di­gen und far­ben­fro­hen Seite. Trotz­dem darf aus­rei­chend Was­ser auf kei­ner Tour feh­len. Neben Knab­be­reien für kurze und lange Pau­sen sollte auch ein klei­nes Not­fall­set und Wech­sel­klei­dung ein­ge­packt wer­den. Man weiß ja nie…

 

Wenn man mit klei­nen Kin­dern wan­dert, macht es Sinn eine Kraxe/​ einen Tra­ge­ruck­sack mit­zu­neh­men. Zum einen kann man das Gepäck darin leicht ver­stauen und zum ande­ren kön­nen sich die Klei­nen zwi­schen­durch darin aus­ru­hen.

 

Die Wan­de­run­gen, die wir hier beschrei­ben, wur­den mit der Mini­maus, ein Jahr in der Kraxe und dem Gro­ßen, drei Jahre, aber ein ech­ter Klet­ter­freund, in den Win­ter­mo­na­ten gemacht. Aber auch wie zu Hause ist nicht jeder Tag gleich und man sollte sich kei­nes­falls von fes­ten Zie­len stres­sen las­sen. Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ wird jede Wan­de­rung zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis im Urlaub.

 

Ein Streif­zug durch die Natur – hier bleibt der Kin­der­wa­gen zu Hause

 

Wandern-mit-Kindern-Blick-aufs-MeerDer Start­punkt einer schö­nen und leich­ten Tour liegt am Rande das Land­schafts­schutz­ge­biet Panta del Bisbe im Nord­os­ten von Mal­lorca. Von CAN AGUS­TIN aus erreicht man die­sen mit dem Auto in circa 30 Minu­ten. Man kann am Rand der Urba­nitz­acio s‚Estanyol par­ken und dann durch die an den Strand angren­zen­den Pini­en­wäl­der und Dünen ent­lang­lau­fen. Ein beson­de­res High­light auf die­ser Route sind die bei­den Peil­türme, die durch ihre Form an Obe­lis­ken erin­nern.

 

Aber auch die Flora und Fauna begeis­tern Groß und Klein. Es geht durch Wachol­der, Ros­ma­rin und viele, sel­tene Vogel­ar­ten sind hier zu ent­de­cken. Es lohnt sich defi­ni­tiv, ein Fern­glas ein­zu­pa­cken, um die Tiere in ihrer gewohn­ten Umge­bung beob­ach­ten zu kön­nen.

 

Wanderweg-Son-Serra-de-Marina-Mallorca

Kurz vor dem Etap­pen­ziel Son Sera de Marina muss man den Tor­rent de na Bor­ges durch­que­ren, was nicht zu jeder Jah­res­zeit an jeder Stelle mög­lich ist. Sollte der Tor­rent zu viel Was­ser haben, kann man aber ein­fach wei­ter fluss­ab­wärts Rich­tung Strand lau­fen. Spä­tes­tens dort kann man ihn auch in den Win­ter­mo­na­ten durch­que­ren.

 

Ange­kom­men in Son Sera de Marina ist ein Besuch im El Sol ein abso­lu­tes Muss. Die hippe Loca­tion über­zeugt nicht nur durch Kin­der­freund­lich­keit. Die Spei­se­karte bie­tet eine Viel­zahl an Lecke­reien. Ein beson­de­rer Tipp sind die Stein­ofen­piz­zen mit ihrem knusp­ri­gen Boden. Da das El Sol schon lange kein Geheim­tipp mehr ist, sollte man auch außer­halb der Haupt­sai­son bes­ser vor­her einen Tisch reser­vie­ren. Gestärkt und aus­ge­ruht kann man dann den Rück­weg antre­ten.

 

Natür­lich kann man auch hier durch den Dünen­park zurück­wan­dern, aber beson­ders um den Klei­nen etwas Abwechs­lung zu ver­schaf­fen, bie­tet sich der Weg direkt am natur­be­las­se­nen Strand ent­lang an. Aller­dings ist die­ser auch anstren­gen­der, da man die ganze Zeit durch den Sand läuft. Die Kin­der kön­nen aber geheim­nis­volle Steine, Treib­holz und zau­ber­hafte Muscheln sam­meln und bei gutem Wet­ter die Füß­chen ins Mit­tel­meer hal­ten. Die Gro­ßen wer­den dabei mit einem atem­be­rau­ben­den Blick über die Bucht von Alcu­dia belohnt.

 

Kunst-am-Meer-Mallorca

Die Was­ser­tem­pe­ra­tur liegt hier in den Win­ter­mo­na­ten bei 14 bis 18 Grad. Unge­fähr auf hal­ber Stre­cke erkennt man am Rande der Dünen ein merk­wür­dig anmu­ten­des Gebilde. Je näher man kommt, erkennt man ein Pira­ten­schiff aus Treib­holz gebaut, wel­ches nur dar­auf war­tet, von den Kids erobert zu wer­den.

 

Die reine Weg­stre­cke ist unge­fähr acht Kilo­me­ter, bis man wie­der am Auto ange­kom­men ist. Wir haben es gemüt­lich ange­hen las­sen und uns je Stre­cke fast zwei Stun­den Zeit gelas­sen.

 

Ein tol­ler Aus­blick für Eltern und Klein­kind – ein Aben­teuer inklu­sive

 

Wanderung-Sa-Foradada-MallorcaFür kleine Klet­ter­maxe ist eine Wan­de­rung zur Sa Fora­dada beson­ders schön. Durch die Höhen­me­ter ist hier aber auch etwas Kon­di­tion gefragt-​​besonders wenn der Papa den müden Klet­te­rer den Rück­weg in der Kraxe tra­gen darf.

 

Von Son Mar­roig aus kann man das Ziel, den wohl schöns­ten Aus­sichts­punkt der Insel, den Loch­fel­sen, bereits bei der Ankunft bewun­dern.

 

Der Weg star­tet an dem alten Land­gut Son Mar­roig an der MA-​​10 in Rich­tung Deià. Von CAN AUGUS­TIN aus erreicht man den Park­platz in circa 60 Minu­ten Auto­fahrt. Hier beginnt die Tour durch das his­to­ri­sche Land­gut. Links vor­bei an dem Land­gut muss man über eine kleine Lei­ter das Eisen­gat­ter über­win­den, um das Land­gut zu ver­las­sen.

 

Auf den ers­ten Metern der Wan­de­rung wird man von Scha­fen und Eseln beglei­tet. Alte Oli­ven­bäume las­sen die Geschich­ten, wel­che sie über die­sen Ort berich­ten könn­ten, nur erah­nen.

 

Wei­ter geht es nun auf einem stei­ni­gen Feld­weg  bergab. Die­ser schlän­gelt sich bis zum Meer und ist umsäumt von klei­ne­ren Höh­len und klei­nen Wäl­dern vol­ler duf­ten­der Pinien. Ein klei­ner Abste­cher in den Ein­gangs­be­reich der Höh­len, wel­che man an klei­nen in den Fels geschla­ge­nen Trep­pen­stu­fen erken­nen kann, war für den Gro­ßen beson­ders span­nend.

 

Am Fuß des Ber­ges ange­kom­men ver­steckt sich eine kleine Strand­bar, die aber nur in den Som­mer­mo­na­ten geöff­net ist. Ein Wie­der­se­hen im Som­mer lohnt sich defi­ni­tiv, denn die Bar hat außer einem atem­be­rau­ben­den Blick auch jede Menge tra­di­tio­nelle, spa­ni­sche Köst­lich­kei­ten zu bie­ten.

 

Ausblick-beim-Wandern-mit-Kindern

sdr

Am Rand des Loch­fel­sens kön­nen sich alle bei einem Pick­nick stär­ken und ältere Kin­der kön­nen noch etwas wei­ter­hin­auf kra­xeln. Aber hier sollte man unbe­dingt auf­pas­sen und Klet­ter­er­fah­rung haben.

 

Für den Rück­weg die­ser Wan­der­stre­cke sollte man genug Zeit und Kraft ein­pla­nen, denn es geht den­sel­ben Weg zurück– nur dies­mal berg­auf. Unser Gro­ßer fand den Rück­weg super, schließ­lich konnte er bei Papa auf dem Rücken ein aus­gie­bi­ges Nicker­chen hal­ten. Sollte man nach der Tour Lust auf etwas Kul­tur haben, bie­tet sich ein Besuch im Museum, wel­ches dem Erz­her­zogs Luis Sal­va­dor von Öster­reich gewid­met ist, an. Die­ser lebte einst auf dem Land­gut und der Charme des 15. Jahr­hun­derts ist noch heute zu spü­ren.

 

Ins­ge­samt kann man hier auf knapp sechs Kilo­me­tern die Schön­heit der Insel von einer ganz ande­ren Seite ken­nen­ler­nen und dabei 250 Höhen­me­ter meis­tern.

 

Wen es eher zu einem küh­len Getränk und einer war­men Mahl­zeit zieht, kann im Mira­dor ein­keh­ren und die Ein­drü­cke des Tages bei gegrill­tem Fisch oder einer fri­schen Paella Revue pas­sie­ren las­sen.

 

Wenn die Fami­li­en­wan­de­rung zum Natur­er­leb­nis wird

 

Naturschutzgebiet Llevant bei Arta MallorcaEine Tour, die wir immer wie­der gerne machen, geht durch das Natur­schutz­ge­biet Artà, circa 20 Auto­mi­nu­ten von CAN AGUS­TIN ent­fernt. Ein gro­ßer Vor­teil hier sind die farb­lich aus­ge­zeich­ne­ten Rund­wege durch die Gebirgs­land­schaft. Hier fin­det eigent­lich jeder die pas­sende Wan­de­rung. Eine schöne Tour beginnt direkt an dem Wan­der­park­platz am Ein­gang des Natur­schutz­ge­bie­tes und führt zum Cap Far­rutx. Von dort aus wird man mit einem unver­gleich­ba­ren Blick über die gesamte Bucht von Alcu­dia belohnt. Schmale Erleb­nis­pfade zie­hen sich durch die Berg­wel­ten. Aber keine Sorge, man braucht hier keine Erfah­rung im Berg­stei­gen. Man sollte auf die­sen Wan­der­tou­ren aber berück­sich­ti­gen, dass es wenig schat­ten­spen­dende Bäume gibt. Mit etwas Glück begeg­net man auch einem der Bewoh­ner die­ses Natur­schutz­ge­bie­tes, der Mit­tel­meer­schild­kröte. Aber auch Stein­ei­chen, Oleas­ter und Berg­was­ser­schluch­ten erwe­cken die Ent­de­cker­lust der gan­zen Fami­lie.  Durch die fle­xi­blen Rund­wege eig­nen sich die Tou­ren im Natur­schutz­ge­biet Artà beson­ders, um erste Wan­de­rer­fah­rung mit den Kin­dern zu sam­meln.

 

Unser Fazit: Wan­dern, Kin­der und Mal­lorca, das passt per­fekt zusam­men!!!! Und die neue Lei­den­schaft kann zu Hause, auf wei­te­ren span­nen­den Tou­ren im Schwarz­wald oder der Eifel fort­ge­setzt wer­den.