CAN AGUSTIN – Reisepartner vieler Lebenshilfe-Gruppen

CAN AGUS­TIN – Rei­se­part­ner vie­ler Lebenshilfe-​​Gruppen

Was ver­bin­det die Lebens­hilfe mit der Finca CAN AGUS­TIN auf Mal­lorca?

 

Wuss­ten Sie es? CAN AGUS­TIN war frü­her eine Finca der Lebenshilfe NRW. Die Lebens­hilfe betrieb die Finca bis 2017. Sie baute sie ent­spre­chend den Bedürf­nis­sen von Men­schen mit Behin­de­rung bar­rie­re­frei und roll­stuhl­ge­recht um. Wunsch war es, eigene Grup­pen­rei­sen über die Lebens­hilfe anbie­ten und durch­füh­ren zu kön­nen. Es war ein vol­ler Erfolg. Vor Ort stand schon damals Tanja Zed­ler – als Mit­ar­bei­te­rin der Lebens­hilfe NRW – mit Rat und Tat zur Seite.  Nach vie­len wun­der­schö­nen Urlau­ben mit zahl­rei­chen Lebens­hilfe – Grup­pen über­nahm Sie dann die Finca im Jahr 2017 und führt sie seit­dem unter eige­nem Namen wei­ter. Tanja und das gesamte Team der Finca CAN AGUS­TIN – ein beson­de­rer Ort für beson­dere Men­schen – hat des­halb jah­re­lange, fun­dierte Erfah­rung im Rei­se­be­reich und kann daher die Orga­ni­sa­tio­nen und Rei­se­be­glei­ter bei ihrer Tätig­keit tat­kräf­tig unter­stüt­zen, bera­ten und pas­sende Ange­bote und Vor­schläge vor Ort machen. Sie sorgt mit dem Wei­ter­be­trieb der Finca wei­ter­hin dafür, dass für rei­sende Men­schen mit Behin­de­rung und Senio­ren mit Pflege– und Assis­tenz­be­darf die schönste Zeit des Jah­res auch wirk­lich unver­gess­lich wird. Viele Stamm­kun­den – nicht nur von der Lebens­hilfe – dan­ken es ihr jedes Jahr erneut durch ihre Besu­che.

 

Bun­des­ver­ei­ni­gung Lebens­hilfe e. V. – wer ist das eigent­lich?

 

Die Bun­des­ver­ei­ni­gung Lebens­hilfe e.V. ist in Deutsch­land ein bun­des­weit täti­ger, gemein­nüt­zi­ger Ver­ein, der sich um die Belange und Inter­es­sen von Men­schen mit geis­ti­ger Behin­de­rung und/​oder Mehr­fach­be­hin­de­rung und ihre Ange­hö­ri­gen, regio­nal und über­re­gio­nal küm­mert. Als Fach­ver­band, Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tion und Trä­ger unzäh­li­ger Ein­rich­tun­gen und Dienst­leis­tun­gen macht sich die Lebens­hilfe mit ihren vie­len, rund 500, regio­na­len Orts– und Kreis­ver­ei­ni­gun­gen seit über 60 Jah­ren für eine gleich­be­rech­tigte Teil­habe von Men­schen mit Behin­de­rung stark. Sie sol­len unter dem Dach und Schutz der Lebens­hil­fen – ganz im Rah­men ihrer indi­vi­du­el­len Mög­lich­kei­ten – in allen Lebens­be­rei­chen auf dem Weg zu einer inklu­si­ven Gesell­schaft geför­dert, unter­stützt und auf Augen­höhe beglei­tet wer­den. Dabei beginnt die Arbeit der Lebens­hilfe bereits bei der vor­ge­burt­li­chen Beglei­tung, über die Früh­för­de­rung der Kleins­ten, Schul­be­glei­tung in der Regel­schule, ver­schie­dene Wohn­for­men wie die klas­si­sche Wohn­stätte über Außen­wohn­grup­pen bis hin zum ambu­lan­ten Woh­nen, Arbei­ten in Werk­stät­ten für Men­schen mit Behin­de­rung oder Ver­mitt­lun­gen auf den ers­ten Arbeits­markt, Frei­zeit– und Rei­se­ge­stal­tung, ver­schie­dene Bera­tungs­an­ge­bote, usw. Alle Lebens­be­rei­che sol­len durch Dienste und Ange­bote der Lebens­hilfe abge­deckt und somit eine umfas­sende sowie flä­chen­de­ckende Lebens­be­glei­tung sicher­ge­stellt wer­den. „Lebens­hilfe“ eben! Rund 125.000 Mit­glie­der bun­des­weit sor­gen für eine solide Basis, um auch zukünf­tig die Arbeit der Lebens­hilfe ziel­ori­en­tiert und nach­hal­tig fort­füh­ren zu kön­nen.

 

Gelebte Inklu­sion – keine leichte Schule!

 

Obers­tes Ziel aller Ein­rich­tun­gen der Lebens­hilfe ist eine gelebte Inklu­sion, bei der die Behin­de­rung als Teil des Men­schen und nicht als Beson­der­heit gese­hen wird. Inklu­sion ist dabei die gleich­be­rech­tigte Teil­habe aller Men­schen in der Gesell­schaft – unab­hän­gig von Alter, Geschlecht, Haut­farbe, Her­kunft, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung oder eben Behin­de­rung. Die­ses Men­schen­recht ist bereits seit zehn Jah­ren in Deutsch­land durch die Unter­zeich­nung der UN-​​Behindertenrechtskonvention rati­fi­ziert und durch u.a. das Bun­des­teil­ha­be­ge­setz umge­setzt wor­den. Unter dem Motto „Anders ist nor­mal“ oder seit 2018 mit der Kam­pa­gne „Teil­habe statt Aus­gren­zung“, setzt die Lebens­hilfe dafür wei­ter klare Signale. Es muss schnel­ler, mehr getan wer­den! Dafür set­zen sich die poli­ti­schen Ver­tre­ter in unzäh­li­gen Gre­mien, als Refe­ren­ten auf Fach­ta­gun­gen, als Exper­ten in Dis­kus­si­ons­run­den oder als Interview-​​Partner für die Medien ein.

 

Ursprung der Lebens­hilfe

 

Die Lebens­hilfe kann dabei auf über 60 Jahre Erfah­rung für und mit Men­schen mit Behin­de­rung zurück­bli­cken. So wurde sie 1958 noch unter dem Namen „Lebens­hilfe für das geis­tig behin­derte Kind“ von Tom Mut­ters in Mar­burg gegrün­det. Der nie­der­län­di­sche Päd­agoge wollte damit errei­chen, dass Kin­der mit Behin­de­rung die Unter­stüt­zung erhal­ten, die sie brau­chen, ohne dafür von ihren Fami­lien getrennt wer­den zu müs­sen. Durch diese Initia­tive ermu­tigt, trau­ten sich erst­mals viele Eltern ihre Kin­der mit Behin­de­rung, die noch wenige Jahre zuvor von den Natio­nal­so­zia­lis­ten ermor­det wor­den wären, der Öffent­lich­keit zu zei­gen, sich gegen­sei­tig aus­zu­tau­schen und gemein­sam ein Netz­werk der Hilfe auf­zu­bauen. Uner­müd­lich setz­ten sie sich für die Inter­es­sen ihrer Kin­der ein. Durch eine große Opfer­be­reit­schaft, Kampf­geist und Unter­stüt­zung grün­de­ten sich in fast allen deut­schen Städ­ten oder Region kleine „Able­ger“, die soge­nann­ten Orts– und Kreis­ver­ei­ni­gun­gen der Lebens­hilfe.

 

Mit­wir­kung von Men­schen mit Behin­de­rung

 

Heute zei­gen sich Men­schen mit Behin­de­rung selbst­be­wusst als Selbst­ver­tre­ter. Sie kom­men zu Wort und wer­den gehört. Auf Anre­gung der Lebens­hilfe sprach so erst­mals ein Mensch mit geis­ti­ger Behin­de­rung, der Ber­li­ner Sebas­tian Urbansi, anläss­lich des Gedenk­ta­ges der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus im Deut­schen Bun­des­tag. Men­schen mit Behin­de­rung wer­den dabei stets als Für­spre­cher für ihre eigene Sache gese­hen und pari­tä­tisch in die Ent­schei­dungs­fin­dun­gen der Lebens­hilfe ein­be­zo­gen. Sie sit­zen in Vor­stän­den oder ande­ren Insti­tu­tio­nen. So zum Bei­spiel im Lebens­hilfe – Rat. Die­ses, für die Lebens­hilfe frei­wil­li­ges Gre­mium, trifft sich regel­mä­ßig, um die Belange und Wün­sche der ört­li­chen Kli­en­ten zu sam­meln, zu bespre­chen und ggf. Lösungs­vor­schläge zu fin­den. Kris­tal­li­siert sich eine gute Idee oder Anre­gung her­aus, wird diese an den Lebens­hilfe– Rat des jewei­li­gen Bun­des­lan­des und mög­li­cher­weise bis zum Lebenshilfe-​​Rat der Bun­des­ver­ei­ni­gung wei­ter­ge­ge­ben und bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung dis­ku­tiert. Aber auch andere Räte, wie der Bewohner-​​Rat oder der Werkstatt-​​Rat leis­ten wich­tige Arbeit, um neue Ideen zu ent­wi­ckeln, Bedarf zu erken­nen und selbst­be­stimmte Lebens­vor­stel­lun­gen umset­zen zu kön­nen. Auf dem Weg zur eige­nen Mei­nung und zum „Sich-​​Stark-​​Machen“ für die eige­nen Bedürf­nisse, wer­den sie stets durch erfah­rene Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Lebens­hilfe beglei­tet.

 

Ehren­amt!

 

Gelebte Inklu­sion – ist dabei stets das oberste Gebot. Dies fin­det sich auch in den Sat­zun­gen und Leit­bil­dern der Lebens­hilfe wie­der, denen sich sowohl die Vor­stände, Geschäfts­füh­run­gen, Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, aber auch die ehren­amt­lich Enga­gier­ten ver­pflich­ten. Diese unter­stüt­zen die haupt­amt­li­chen Beschäf­tig­ten ins­be­son­dere bei Ver­an­stal­tun­gen zum Bei­spiel am Grill­stand und Kuchen­ver­kauf, bei beson­de­ren Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Koch­kur­sen oder Theater-​​Projekten oder bei der Arbeit in den Ver­eins­struk­tu­ren – denn meist arbei­ten u.a. die Vor­stände unent­gelt­lich. Ohne die Arbeit der unzäh­lig, frei­wil­lig Enga­gier­ten wären viele Pro­jekte, Akti­ons­tage, öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen oder Ange­bote für Men­schen mit Behin­de­rung gar nicht mög­lich. Ihre Arbeit wird des­halb von allen Lebens­hil­fen hoch­ge­schätzt und durch beson­dere Dank­sa­gun­gen, wie Ehren­amts­feste oder Geburts­tags­prä­sente gewür­digt.

 

Rei­sen – ein wich­ti­ges Anlie­gen

 

Auch viele Rei­sen wer­den von Ehren­amt­li­chen unter­stützt, diese erhal­ten für ihre Mühen häu­fig einen klei­nen Obo­lus. Diese soge­nann­ten Rei­se­be­glei­ter erhal­ten einer­seits eine umfas­sende Ein­füh­rung in die Betreu­ung und pfle­ge­ri­sche sowie medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung von Men­schen mit Behin­de­rung und ande­rer­seits eine Schu­lung über die Durch­füh­rung einer Grup­pen­reise mit Inhal­ten wie „Wie plane ich einen Aus­flug?“, „Wie gehe ich auf Son­der­wün­sche ein?“ und „Was mache ich in Not­fäl­len?“.  Denn: Rei­sen, egal ob in Deutsch­land oder im Aus­land, ist auch für Men­schen mit Behin­de­rung ein wich­ti­ges Anlie­gen. Der oft anstren­gende All­tag in einer lau­ten Werk­statt oder mit unru­hi­gen Zimmer-​​Nachbarn einer Wohn­stätte, geprägt durch För­de­rung bis hin zu The­ra­pie, in der Regel ver­bun­den mit vie­len Arzt­be­su­chen und anstren­gen­den Behör­den­gän­gen, macht die Urlaubs­zeit für viele Betrof­fene zu einem wirk­lich wich­ti­gen Erho­lungs­fak­tor. Auch wer­den die Ange­hö­ri­gen ent­las­tet. Eltern, die mög­li­cher­weise noch andere Kin­der ohne Behin­de­rung haben, wis­sen ihre behin­der­ten Kin­der in den bes­ten Hän­den und kön­nen sich ein­mal um sich selbst und die Geschwis­ter­kin­der küm­mern.

 

Ab dem Pfle­ge­grad 2 haben Ange­hö­rige von Men­schen mit Assis­tenz­be­darf die Mög­lich­keit Finan­zie­rungs­hil­fen in Anspruch zu neh­men. Sie haben Fra­gen dazu? Das Team von CAN AGUS­TIN berät hier gern.

 

Lesen Sie mehr zum Thema Rei­sen für Men­schen mit Behin­de­rung bzw. Senio­ren mit Assis­tenz­be­darf in den Blog­bei­trä­gen „Urlaub mit Behin­de­rung“ und „Urlaub für Pfle­ge­be­dürf­tige Men­schen und Ange­hö­rige“.

 

Die Finca CAN AGUS­TIN ist ein Ort für Men­schen mit und ohne Assis­tenz­be­darf. Für Men­schen mit geis­ti­ger Behin­de­rung oder Mehr­fach­be­hin­de­rung, für Fami­lien, Senio­ren, Mit­glie­der der Lebens­hilfe oder ande­rer Orga­ni­sa­tio­nen, Natur­lieb­ha­ber und Tier­freunde!

 

Ein­fach ein beson­de­rer Ort für beson­dere Men­schen!

 

Hasta pronto en la Finca CAN AGUS­TIN!